Marcel Seer
 - 20. Mai 2020

Digitale Diagnosehelfer: So bringen Smartwatches & Co. die Medizin voran

Digitale Diagnosehelfer

Smartwatches und Apps sind weit mehr als Spielereien. Mittlerweile k√∂nnen solche digitalen Diagnosehelfer zum echten Lebensretter werden. Wie sie diese Aufgabe erf√ľllen, zeigt der Fall einer 80-j√§hrigen Patientin aus Mainz.¬†

So rettete die Smartwatch ihr Leben

Als die 80-j√§hrige Patienten ins √∂rtliche Universit√§tsklinikum eingeliefert wurde, klagte sie √ľber die typischen Symptome einer Koronaren Herzkrankheit (KHK). Bei der KHK verursachen Gef√§√üverkalkungen eine Einengung der Herzkranzgef√§√üe ‚Äď sie stellt aktuell die h√§ufigste Todesursache in Deutschland dar.

Zwar zeichneten die √Ąrzte ein EKG der Patientin auf und f√ľhrten eine Blutuntersuchung durch ‚Äď die Ergebnisse beider Untersuchungen waren jedoch unauff√§llig. Zum Gl√ľck zeichnete die Smartwatch der Patientin ebenfalls ihr EKG auf, bevor sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Dieses EKG lieferte den √Ąrzten den entscheidenden Hinweis: Die Dame litt unter einer Herzdurchblutungsst√∂rung. 2 Tage nach der darauffolgenden Operation konnte sie das Krankenhaus wieder verlassen.

Was Smartwatches schon jetzt können

Smartwatches verf√ľgen bereits √ľber viele Gesundheitsfunktionen. Sie k√∂nnen den Puls messen und einfache EKGs erstellen. Einige Modelle erkennen bereits den Blutdruck. Aber wann ist die EKG-Funktion eigentlich sinnvoll? Viele √Ąrzte sind der Ansicht, dass solche EKGs vor allem im Rahmen einer verordneten Therapie geeignet sind. Dabei sollen sie die g√§ngigen Aufzeichnungen nicht ersetzen ‚Äď aber erg√§nzen.

Die Anwendung ohne verordnete Therapie bewerten viele Mediziner hingegen kritisch. Sie bef√ľrchten, dass Messergebnisse falsche Sorgen bei gesunden Menschen ausl√∂sen k√∂nnen. Aus diesem Grund sollten Sie den Einsatz Ihrer Smartwatch als digitalen Diagnose-Helfer immer auch mit einem Arzt besprechen.

So sch√ľtzen Apps die Gesundheit ihrer Nutzer

Auch Apps z√§hlen zu den digitalen Diagnosehelfern. Allerdings bestehen in diesem Bereich noch Herausforderungen. Der Markt von Gesundheits-Apps w√§chst rasant. Nutzer k√∂nnen auf immer mehr Anwendungen zugreifen. Allerdings erf√ľllen sie sehr unterschiedliche Qualit√§tsstandards. Die Krankenkassen bezahlen bisher auch nur wenige Programme.

Wie bei der Smartwatch sollten Patienten auch Apps in Absprache mit dem behandelnden Arzt verwenden. Vor allem bei bestehenden Krankheiten wie Diabetes k√∂nnen sie ihre Anwender unterst√ľtzen. Patienten halten zum Beispiel verschiedene Gesundheitsdaten in den Applikationen fest, sodass √Ąrzte diese Informationen auswerten k√∂nnen.

Gesundheits-Apps bieten also viel Potenzial. In Zukunft wollen verschiedene Fachgesellschaften solche Anwendungen zertifizieren. Im Rahmen der Pr√ľfprozesse wollen sie der Informationssicherheit ein besonders hohes Gewicht einr√§umen. Durch die Zertifizierungsma√ünahmen sollen auch Laien einen Eindruck von den Qualit√§tsstandards der verschiedenen Apps bekommen.

Fazit

Digitale Diagnosehelfer erweisen sich bereits heute als hilfreich. Sie unterst√ľtzen √Ąrzte bei Therapien und halten wertvolle Informationen fest. Gerade bei Apps gibt es einen gro√üen Markt, der bisweilen noch undurchsichtig ist. Hier stehen Experten vor der Herausforderung, die Qualit√§t der verschiedenen Anwendungen zu untersuchen.

Obwohl das Potenzial der digitalen Diagnosehelfer hoch ist, machen sie g√§ngige Testverfahren nicht √ľberfl√ľssig. Vielmehr erg√§nzen sie sie und geben √Ąrzten zus√§tzliche Informationen an die Hand. Um die Ergebnisse digitaler Diagnosehelfer einsch√§tzen zu k√∂nnen, sollten Anwender sie in R√ľcksprache mit ihrem Arzt verwenden.

Welche Erfahrungen haben Sie schon mit Digitalen Diagnosehelfern gemacht? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar oder melden Sie sich bei mir persönlich!

Marcel Seer

Marcel Seer

Mein Name ist Marcel Seer und ich bin begeisterter Online Marketing Manager bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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