Marcel Seer
 - 29. April 2020

Digitale Befunde

Das Krankenhauspersonal sucht Patientenakten nach Befunden durch, damit es diese bspw. dem Hausarzt zur weiteren Behandlung weiterleiten kann. Daf√ľr muss das Personal die Diagnosen zun√§chst einscannen, dann entweder faxen oder ausgedruckt per Post verschicken. Das nimmt viel Zeit in Anspruch, die ohnehin bereits knapp ist. Daher ist Effizienzsteigerung ein wichtiger Punkt, um den medizinischen Alltag zu verbessern. Digitale Befunde optimieren Prozesse und sparen Zeit und Kosten ein, da sie unter anderem einfacher zu verwalten sind. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr √ľber die Einsatzm√∂glichkeiten und Vorteile digitaler Befunde.

Voraussetzungen f√ľr die¬†Digitalisierung¬†des¬†Gesundheitssystems

Mit der voranschreitenden Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems werden immer mehr medizinische Daten elektronisch verf√ľgbar sein. Das soll die gesundheitliche Versorgung verbessern und medizinische Informationen einfacher und schneller aufrufbar machen. Ohne die Digitalisierung w√ľrden Befunde an Spezialisten per Fax oder Post verschickt.

Das soll sich schrittweise √§ndern. Der erste Schritt in Richtung digitales Gesundheitssystem ist die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI). Die Datenautobahn f√ľr das Gesundheitswesen vereinfacht die Kommunikation zwischen allen Akteuren, indem sie alle miteinander vernetzt. Daf√ľr sollen sich alle Beteiligten wie Apotheken, Krankenh√§user und Krankenkassen an die TI anschlie√üen.

Die elektronische Patientenakte

Nicht nur √Ąrzte¬†sollen¬†digitale¬†Befunde¬†erhalten, sondern auch¬†die¬†betroffenen Patienten.¬†Ab 2021¬†ist die elektronische Patientenakte (ePA)¬†f√ľr alle gesetzlich Krankenversicherten¬†erh√§ltlich.¬†Sie erm√∂glicht einen mobilen Einblick in die pers√∂nlichen Patientendaten.¬†√Ąrzte¬†schicken¬†die elektronische Diagnose¬†dem Patienten, der¬†sie¬†in der¬†ePA¬†speichert und einsieht.¬†Hier verwalten¬†Patienten¬†neben¬†ihren¬†Diagnosen¬†ihre¬†Krankheitsgeschichte und¬†Blutwerte.¬†Der Patient¬†erteilt¬†in der¬†ePA¬†anderen √Ąrzten¬†einen Zugang zu seinen medizinischen Informationen.¬†So kann z. B. bei einem Arztwechsel der neue Arzt alle wichtigen¬†medizinischen Daten¬†einsehen.

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Vorteile von digitalen Befunden

Digitale Befunde bieten sowohl Patienten als auch √Ąrzten¬†viele Vorteile.¬†Elektronisch verf√ľgbare Befunde¬†sind einfacher zu verwalten¬†als gro√üe Ordner, die mit auf Papier gedruckten Daten √ľberf√ľllt sind.¬†Sie nehmen¬†zudem¬†weniger Platz ein. Auch √úbertragungsfehler und der¬†umst√§ndliche¬†Briefverkehr geh√∂ren der Vergangenheit an.

Telemedizinische Anwendungen wie¬†die¬†Teleradiologie¬†sind durch digitale Befunde m√∂glich.¬†Bei der Teleradiologie¬†werden radiologische¬†Bilder mittels Telekommunikation an einen entfernten Spezialisten¬†verschickt. Dieser¬†begutachtet die Bilder und verschickt eine Diagnose¬†per E-Mail, Fax oder¬†Telefon¬†an das Krankenhaus.¬†Elektronische Befunde vereinfachen die medizinische Kommunikation zwischen¬†unterschiedlichen √Ąrzten und Patienten.¬†Eine digitale Gesundheitsversorgung soll jedoch nicht das pers√∂nliche Gespr√§ch ersetzen.

Digitale Befunde im Krankenhaus

Abb. 1: Digitale Befunde bringen der Gesundheitsbranche viele Vorteile.

Vorteile während Krisenzeiten

Auch in Krisenzeiten erweisen sich digitale Diagnose-Möglichkeiten als Vorteil. Während der Corona-Pandemie können Patienten ihre Testergebnisse digital per COVID-19-App erhalten. Wenn bei einem Patienten ein Abstrich genommen wird, erhält er ein Etikett mit einem QR-Code. Den gleichen Code erhält das Labor, zusammen mit der Probe.

Der Patient lädt die App herunter und kann sich mit dem QR-Code einloggen. Alternativ kann er sich mit der ID-Nummer anmelden, die auf dem Etikett zu finden ist. Die Mitarbeiter im Labor scannen den Code ein und ordnen den Auftrag entsprechend zu. Der Patient erhält sofort nach der Befundung eine Mitteilung. Somit können Infizierte zu Hause bleiben und das Risiko einer Ansteckung verringert sich.

Falls¬†in solch einer Zeit¬†dennoch¬†ein Arztbesuch¬†geplant ist, kann dieser in vielen F√§llen per Videosprechstunde gehalten werden.¬†Die Begrenzungsregelungen von Videosprechstunden haben KBV¬†und GKV-Spitzenverband¬†w√§hrend der Corona-Pandemie¬†aufgehoben.¬†F√ľr gew√∂hnlich¬†sind √Ąrzte in der Lage,¬†bei jedem¬†5. Patienten Videosprechstunden¬†durchzuf√ľhren.

Vorteile¬†f√ľr¬†Patienten

Manche Patienten haben die Bef√ľrchtung, dass digitale Befunde nicht sicher sind und jeder darauf zugreifen kann. Personenbezogene Daten sind zweifellos besonders sensibel. Damit Dritte zuk√ľnftig keinen Zugriff auf die Daten haben, werden die Diagnosen stets verschl√ľsselt gespeichert und verschickt. Durch Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahren k√∂nnen nur Versender und Empf√§nger die Daten einsehen. Selbst Mitarbeiter der Software sehen die Befunde nicht, da die Daten verschl√ľsselt sind.

Versicherte k√∂nnen von √ľberall auf ihre Daten zugreifen, da diese ab 2021 in der mobilen ePA zu finden sind. Dabei sind die Befunde direkt auf dem mobilen Ger√§t und nicht in der Cloud gespeichert.

Die Befunde sind¬†zuk√ľnftig¬†in der¬†ePA¬†gespeichert, die der Versicherte selbst verwaltet. Dadurch¬†wird¬†er in der Lage¬†sein,¬†einem Arzt den Zugriff auf bestimmte¬†Befunde zu erm√∂glichen.¬†Der Arzt bekommt einen Link zugeschickt, in dem er das Dokument herunterladen kann.¬†Durch die Ende-zu-Ende-Verschl√ľsselung (E2EE) ist der Link gesichert,¬†sodass nur der¬†befugte¬†Arzt den Link √∂ffnen und die vertraulichen Daten einsehen kann.¬†Neue Befunde erhalten¬†Patienten direkt¬†digital¬†auf¬†ihrem¬†Smartphone und haben diese somit immer zur Hand.

Vorteile¬†f√ľr¬†Gesundheitsinstitutionen

Faxen, drucken und scannen geh√∂ren bald der Vergangenheit an: Praxen verschicken Befunde nun digital. Digitale Daten sind einfacher zu verwalten und es entsteht kein Briefverkehr und Papierchaos. Dadurch sparen Praxen nicht nur Zeit, sondern auch Kosten ein, die bspw. durch Portogeb√ľhren entstehen. Digitale Befunde optimieren somit Prozesse und reduzieren unn√∂tige Arbeitsschritte.

Digitale Befunde im Gesundheitswesen

Abbildung 2: Radiologen erstellen eine Ferndiagnose und verschicken diese anschließend digital.

√Ąrzte werden mit digitalen Befunden in der Lage sein, diese einfach und schnell anderen √Ąrzten bzw. Spezialisten zu schicken. Somit k√∂nnen sie sich eine zweite Meinung holen und erhalten eine Fremddiagnose vom Spezialisten. Die Befunde werden ohne Zeitverz√∂gerung und Qualit√§tsverlust sicher verschickt. Elektronische Befunde sichern also einen einfacheren Kontakt zwischen den Gesundheitsdienstleistern.

Praxen erhalten¬†zuk√ľnftig¬†fremde¬†Laborbefunde in elektronischer Form¬†und k√∂nnen diese schnell¬†in ihr Praxissystem importieren.

So k√∂nnen √Ąrzte die Laborbefunde auch in die¬†ePA¬†speichern. Krankenh√§user¬†k√∂nnen mit digitalen Befunden¬†t√§gliche¬†Aufgaben¬†wie die Visite optimieren,¬†da die Daten innerhalb¬†einer Institution bleiben.¬†Dies gestaltet sich einfacher als das umst√§ndliche Anfordern und hin und her Schicken zwischen unterschiedlichen Praxen.¬†Anstelle des sperrigen Visite-Wagens speichern √Ąrzte¬†Diagnosen elektronisch in einer¬†mobilen App¬†ab.¬†So¬†sparen sie Zeit ein und optimieren die Visite.

Sichere Übermittlung von Gesundheitsdaten

Digitale Befunde¬†haben zuk√ľnftig einen festen Platz im deutschen Gesundheitssystem.¬†Mit¬†ihnen¬†sparen sich √Ąrzte und Krankenhaus- bzw. Praxispersonal Zeit ein, da sie Diagnosen mit nur einem Klick verschicken.¬†√Ąrzte schauen nicht mehr volle Patientenordner nach bestimmten¬†Informationen durch, sondern finden diese¬†schnell und¬†digital¬†auf ihrem Praxisrechner.

In Krisensituationen wie der Corona-Pandemie erhalten Patienten ihre Diagnose elektronisch und können somit dazu beitragen, das Risiko einer Neuansteckung zu verringern.

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Marcel Seer

Marcel Seer

Mein Name ist Marcel Seer und ich bin begeisterter Online Marketing Manager bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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